Liquids und Basen selbst mischen – so funktionierts!

Das Dampfen bietet der eigenen Kreativität einiges an Spielraum. Neben technischen Tüfteleien mancher Profis steht vor allem das Mischen eigener Liquids bei vielen fortgeschrittenen hoch im Kurs. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, wenn es darum geht, eigene Geschmacksrichtungen zu kreieren. Wir liefern eine Anleitung, wie jeder seine eigenen Dampfträume wahr werden lassen kann.

Die Grundlagen: Basen selbst mischen

Grundbestandteil eines jeden Liquids ist die Basis, oftmals auch als Base bezeichnet. Die fertige Basis muss im Grunde nur noch mit Aromen kombiniert werden, um ein fertiges Liquid als Ergebnis zu erhalten. Man kann die Basis fertig kaufen oder einfach Basen selbst mischen. Die wichtigsten Komponenten sind Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glycerin (Vegetable Glycerine, VG). Dieser Mischung werden später noch Nikotin und Aromastoffe hinzugefügt.

Propylenglycol übernimmt die Rolle des Geschmacksträgers, während das pflanzliche Glycerin für eine dichte Dampfentwicklung sorgt. Hat eine Basis einen höheren Anteil an an PG, sorgt dies also für eine intensivere Geschmacksentwicklung. Wird der Anteil an VG erhöht, entsteht mehr Dampf. Beim Mischen zeigt sich, dass pflanzliches Glyzerin etwas zähflüssiger ist als Propylenglykol. Ein höherer VG-Anteil sollte deswegen in leistungsstärkeren Verdampfern Verwendung finden. Zu Beginn ist es empfehlenswert, Basen selbst zu mischen, die auf ein eher ausgewogenes Verhältnis der Bestandteile kommen und zu jeweils 50 Prozent aus PG und VG bestehen. Diese Basis wird als klassische oder VPG 50/50-Basis bezeichnet. Die meisten fertigen Liquids im Handel basieren auf genau dieser Basis, mit der man erst einmal nichts falsch machen kann. Mit etwas mehr Erfahrung und Routine kann man sich dann auch an andere Mischungen wagen.

Aromastoffe

Im Prinzip es möglich, nur die Basis zu dampfen. Da sich ein solches Liquid aber nach nichts schmeckt und auch kein Nikotin enthält, würde der Genuss auf der Strecke bleiben. Was fehlt und dem Liquid erst seinen Geschmack verleiht, sind die Aromen, die in riesiger Auswahl zur Verfügung stehen. Aromen werden der Basis hinzugefügt, wobei deren Anteil am fertigen Liquid meist zwischen 1 % und 10 % liegt, je nach gewünschter Intensität. Von sehr geschmacksintensiven Aromen wie z. B. Menthol sollten anfangs geringere Mengen hinzugefügt werden. Zu Beginn ist es ratsam, bevorzugt Aromen zu verwenden, deren Geschmack man schon kennt oder zumindest einschätzen kann, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Liquids werden meist in größeren Mengen gemischt und niemand möchte später einen Liter Liquid haben, das ihm geschmacklich alles andere als zusagt.

Zubehör zum Mischen und Messen

Bevor es losgeht, sollte noch etwas Geld in den richtigen Zubehör investiert werden. Für das genaue Dosieren von Nikotin und Aromen sind Spritzen und Kanülen mit einer möglichst feinen Skalierung ratsam. Zusätzlich bedarf es eines verschließbaren Mischbehälters in ausreichender Größe und einiger leerer Liquidfläschchen für das Ergebnis der Produktion. Besonders gut geeignet sind hierfür Nadelflaschen, da sie das Einfüllen in den Tank des Verdampfers erheblich erleichtern. Diese sind in verschiedenen Größen zwischen 10 ml und 100 ml erhältlich. Zusätzlich sollten ein paar Trichter zum leichteren umfüllen nicht fehlen.

Liquid mischen – Schritt für Schritt

Zuerst wird die Base gemischt, für die eine entsprechende Mischung aus VG und PG benötigt wird. Alternativ findet man bei vielen Fachhändlern auch fertige Basen in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Ist die Basis fertig, wird einfach die entsprechende Menge abgemessen und in das Mischgefäß gegeben.

Für die richtige Menge an Aromen gibt es zwar kein Patentrezept, aber ein Anteil von 5 % stellt zu Beginn einen guten Anfangswert dar. Sollen beispielsweise 50 ml Liquid gemischt werden, genügen 2,5 ml Aroma. Diese lassen sich am einfachsten mit der Spritze aufziehen und der Basis hinzufügen.

Jetzt wird der Mischbehälter verschlossen und das Liquid durch leichtes Schütteln gemischt. Danach ist das Liquid fertig und kann mithilfe eines Trichters in die Liquidfläschchen umgefüllt werden. Wer den Geschmack jedoch noch intensivieren möchte, lagert die fertige Mischung noch über ein paar Tage hinweg. Ein genauer Zeitraum lässt sich hierfür nicht festlegen, aber nach 5 bis 7 Tagen sollte das Liquid reif genug sein und einen deutlich intensiveren Geschmack entwickelt haben.

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